Persönliche Mobilität

Fahrradtempo mit dem iPhone messen: das passende Setup wählen

Handy-GPS oder Fahrradcomputer mit Radsensor? Wie beide messen, warum GPS bei Sprints und unter Bäumen hinterherhinkt und wie der Akku lange Touren schafft.

Das GPS Speedometer-Team · Apprexy StudioVeröffentlicht 6 Min. Lesezeit

Ein iPhone misst dein Fahrradtempo mit dem eingebauten GPS, eine Tacho-App reicht also, um die Live-Geschwindigkeit zu sehen und die Fahrt aufzuzeichnen. Ein Fahrradcomputer mit Radsensor misst dagegen direkt das Rad: Er reagiert schneller, braucht aber Hardware und eine Kalibrierung. Was zu dir passt, hängt davon ab, wie du fährst, wie lange du unterwegs bist und wie wichtig dir das letzte Quäntchen Genauigkeit ist.

Handy-GPS oder Radsensor: zwei Wege, das Tempo am Fahrrad zu messen

Beide Ansätze beantworten dieselbe Frage auf unterschiedliche Weise. GPS verfolgt, wie sich deine Position über Grund verändert. Ein Radsensor zählt, wie oft sich das Rad dreht, und multipliziert das mit dem Radumfang.

iPhone mit GPS Fahrradcomputer mit Radsensor
Zusätzliche Hardware Keine Gerät am Lenker plus Sensor an Nabe oder Gabel
Kalibrierung Nicht nötig Radgröße muss korrekt eingegeben sein
Reaktion auf plötzliche Änderungen Leicht verzögert Fast sofort
Tunnel und dichtes Blätterdach Kann aussetzen oder abdriften Unbeeinflusst
Rollentrainer Funktioniert nicht, du bewegst dich nicht Funktioniert, wenn der Sensor am Hinterrad sitzt
Routenkarte Ja Nur bei Geräten mit eigenem GPS
Akku Nutzt den des Handys Eigener, oft Knopfzellen oder ein kleiner Akku
Kosten Die App deiner Wahl Gerät und Sensoren

Viele Fahrradcomputer kombinieren beides: einen GPS-Empfänger für die Route und einen Radsensor für das Tempo. Diese Mischung nutzen ernsthafte Trainings-Setups meist. Für den Arbeitsweg, gemütliche Touren oder einfach die Frage, wie schnell du bist, reicht das Handy allein.

Das Setup passend zu deinem Fahrstil wählen

  • Pendeln und Erledigungen. Das Handy, das du ohnehin dabeihast, genügt. Das Live-Tempo ist ein nettes Extra; nützlicher ist meist die Fahrtaufzeichnung.
  • Lange Ausfahrten und Radreisen. Das Handy funktioniert gut, solange du den Akku einplanst. Mehr dazu im Akku-Abschnitt weiter unten.
  • Training mit Intervallen oder Sprints. Ein Radsensor liefert die sofortige Reaktion, die kurze Belastungen brauchen. Das Handy bleibt eine gute Backup-Aufzeichnung.
  • Mountainbiken im Wald. Rechne auf bewaldeten Trails mit GPS-Lücken. Ein Radsensor zählt weiter, wo der Himmel verdeckt ist.
  • Indoor-Training. Nur ein Radsensor oder ein Smart-Trainer misst hier etwas, denn GPS sieht keine Bewegung.

Egal, wofür du dich entscheidest: Eingerichtet wird vor dem Losfahren. Sitzt das Handy am Lenker, ist eine feste Halterung Pflicht, die bei vollem Lenkeinschlag Bremshebel und Züge freilässt. Willst du nur die Aufzeichnung, reichen Trikottasche oder Satteltasche.

Warum GPS bei Sprints und unter Bäumen hinterherhinkt

GPS spürt das Rad nicht. Es berechnet das Tempo aus einer Folge von Positionsbestimmungen, und das Handy glättet diese, damit die Zahl nicht springt. Die Glättung lässt eine gleichmäßige Fahrt sauber aussehen, sorgt aber auch dafür, dass eine plötzliche Änderung einen Moment später erscheint.

Das zeigt sich auf ein paar bekannte Arten:

  • Sprints und harte Antritte. Die Zahl steigt noch, wenn du schon nachgelassen hast, und der Spitzenwert fällt womöglich niedriger aus, als es sich angefühlt hat.
  • Starkes Bremsen. Die Anzeige braucht einen Moment, bis sie auf null fällt.
  • Blätterdach und enge Täler. Laub, nasse Vegetation und Felswände schwächen das Satellitensignal. Das Handy hat weniger Positionen zur Verfügung, das Tempo kann wandern oder einfrieren.
  • Straßenschluchten und Brücken. Signale prallen an Gebäuden ab oder verschwinden unter einer Brücke, und eine einzige falsche Position kann beim Wiederfinden eine kurze Spitze erzeugen.

Was du dagegen tun kannst

  1. Lass das Signal erst zur Ruhe kommen. Öffne die App im Freien und warte, bis sie stabil null zeigt, bevor du losrollst.
  2. Prüfe den genauen Standort. Wähle unter Einstellungen › Datenschutz & Sicherheit › Ortungsdienste die App aus und achte darauf, dass Genauer Standort aktiviert ist. Bei älteren iOS-Versionen liegt das Menü unter Datenschutz.
  3. Gib dem Handy freie Sicht zum Himmel. Am Lenker oder in der Trikottasche ist besser als tief im Rucksack.
  4. Beurteile Sprints hinterher anhand des Diagramms, nicht anhand der Live-Zahl.

Fahrradprofil und Einheiten in GPS Speedometer wählen

GPS Speedometer liest das Tempo direkt aus dem GPS und hat sieben Fahrzeugprofile, vom Auto bis zum Skateboard. Erledige das vor der ersten Fahrt, im Stehen:

  1. Erlaube den Standortzugriff, wenn die App danach fragt.
  2. Wähle das Profil Fahrrad.
  3. Wähle deine Einheit: km/h oder mph, je nachdem, welche zu den Karten und Schildern passt, die du gewohnt bist. Knoten gibt es auch, die gehören aber aufs Wasser.
  4. Wähle einen Tacho, den du mit einem Blick ablesen kannst. Die Live-Anzeige mit dem Tachodesign Digital Clean ist kostenlos; die übrigen Tachodesigns brauchen Premium.

Sobald du fährst, lass das Handy in Ruhe. Eine Einstellung, ein Design oder eine Einheit zu ändern, wartet, bis du an einer sicheren Stelle angehalten hast.

Den Akku auf einer langen Fahrradtour durchbringen

Dauerhaftes GPS und ein leuchtendes Display leeren das Handy am Rad. Ein paar Gewohnheiten helfen:

  • Starte voll geladen. Klingt selbstverständlich, wird vor einem frühen Start aber am häufigsten vergessen.
  • Lass das Display schlafen, wenn du die Live-Zahl nicht brauchst. Die Aufzeichnung läuft im Hintergrund weiter. Schau vor dem Start unter Einstellungen › Anzeige & Helligkeit › Automatische Sperre, statt das Display den ganzen Tag dauerhaft anzulassen.
  • Dreh die Helligkeit herunter, wenn das Display doch an bleibt. Im Schatten oder bei bedecktem Himmel reicht weniger, als man denkt.
  • Denk an den Stromsparmodus unter Einstellungen › Batterie an sehr langen Tagen. Er schränkt manche Hintergrundaktivität ein, prüfe also einmal auf einer kurzen Fahrt, ob die Aufzeichnung so läuft wie erwartet.
  • Nimm eine kleine Powerbank mit in der Rahmen- oder Satteltasche und lade bei einer Pause, nicht mit einem Kabel, das neben dem Rad baumelt.
  • Achte auf die Temperatur. Kälte leert den Akku schneller, und starke Sonne kann das Handy so aufheizen, dass es das Display dimmt. Eine Tasche schützt vor beidem.

GPS braucht keine mobilen Daten, deshalb laufen Tacho und Fahrtaufzeichnung auch in Gegenden ohne Netz weiter.

Die Fahrradtour nach dem Anhalten auswerten

Am nützlichsten sind die Daten, wenn du vom Rad gestiegen bist. Mit Premium zeichnet GPS Speedometer die Fahrt mit Distanz, Höchst- und Durchschnittstempo, Fahrzeit, Tempodiagramm und der Route auf der Karte auf.

Zwei kurze Hinweise. Das Höchsttempo ist ein einzelner Moment; wirkt es unwahrscheinlich, such es im Diagramm: Eine einzelne Spitze neben einer Brücke oder unter Bäumen ist meist das Signal, das sich wieder fängt. Das Durchschnittstempo umfasst die ganze Fahrt, deshalb ziehen Stopps es nach unten.

Fährst du mit Handy und einem Fahrradcomputer mit Radsensor, ist ein Vergleich der beiden nach der Fahrt ein guter Test. Kleine Unterschiede sind normal; eine dauerhafte Abweichung deutet meist auf eine falsch eingegebene Radgröße hin.

Häufige Fragen

Ist ein iPhone als Fahrradtacho genau genug?

Bei gleichmäßiger Fahrt liegt das GPS-Tempo, sobald das Signal stabil ist, in der Regel nah an dem, was ein Radsensor anzeigt. Auf Sprints reagiert es langsamer und kann unter Bäumen oder zwischen hohen Gebäuden abdriften, dort ist der Radsensor im Vorteil.

Brauche ich einen Radsensor, um GPS Speedometer zu nutzen?

Nein. Alles läuft über den GPS-Empfänger des iPhones, also musst du nichts ans Rad montieren, koppeln oder kalibrieren.

Welche Funktionen sind kostenlos?

Der Download ist kostenlos, und die Live-Geschwindigkeitsanzeige kannst du mit dem Tachodesign Digital Clean gratis nutzen. Premium schaltet die übrigen Tachodesigns, den HUD-Modus, Fahrtaufzeichnung und -historie, die Tempolimit-Warnungen, den Beschleunigungstimer und das Bild-in-Bild-Widget frei.

Leert die Aufzeichnung einer langen Tour meinen Akku?

GPS und ein leuchtendes Display brauchen spürbar mehr Strom als ein Handy im Ruhezustand. Starte voll geladen, lass das Display schlafen, während die Aufzeichnung im Hintergrund weiterläuft, und nimm für Tagestouren eine Powerbank mit.

Geschrieben vom GPS Speedometer-Team mit Unterstützung von KI. Was der Artikel über GPS Speedometer sagt, stammt aus der App selbst; Menünamen in anderen Apps können sich zwischen Versionen ändern.